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Entwicklung der Zusatzrentenlücke

13/08/2026

Entwicklung der Zusatzrentenlücke

Seit 2021 veröffentlicht PensionStat.be in der Rubrik ‚Gender & Pension‘ zentrale Kennzahlen zur Rentenlücke zwischen Frauen und Männern.

Diese Zahlen beziehen sich auf die gesetzliche Rente, die Zusatzrente sowie die Gesamtrente. Um die Faktoren hinter diesen Ungleichheiten besser zu verstehen, werden die Ergebnisse zudem nach verschiedenen sozioökonomischen Merkmalen analysiert.

Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir im ‚Jahresüberblick Rentenlücke‘ zusammengefasst – einer visuellen, klaren und kompakten Publikation, die Einblick in die Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt.

Die untersuchte Bevölkerung

Unsere Analysepopulation besteht aus Personen, die im Jahr 2024 erstmals eine Altersrente erhielten, ohne diese mit einer Hinterbliebenenrente oder einer Scheidungsrente zu kombinieren.

Insgesamt umfasst diese Gruppe 114.862 neue Rentnerinnen und Rentner: 56 % Männer und 44 % Frauen.

Nicht alle erhalten bei Renteneintritt eine Zusatzrente. In unserer Population beziehen 69 % der Männer eine Zusatzrente, gegenüber nur der Hälfte der Frauen.

Unter den neuen Rentnerinnen und Rentnern, die eine Zusatzrente erhalten, sind 63 % Männer und 37 % Frauen. Diese Population wird im weiteren Verlauf des Artikels vorgestellt.

Zusatzrentenlücke zwischen Männern und Frauen

Im Durchschnitt erhalten Frauen eine Zusatzrente, die mehr als doppelt so niedrig ist wie jene der Männer: 46.933 € gegenüber 100.766 €.

Diese Durchschnittsbeträge vermitteln jedoch nur ein begrenztes Bild der Realität. Eine kleine Anzahl neuer Rentnerinnen und Rentner erhielt außergewöhnlich hohe Zusatzrenten, was den Durchschnitt nach oben verzerrt.

Anteil der Zusatzrente an der Gesamtrente

Die Lücke in der Zusatzrente zwischen Frauen und Männern spiegelt sich nicht nur in den Beträgen wider, die sie erhalten. Sie wirkt sich auch auf die Zusammensetzung der Gesamtrente von Männern und Frauen aus.

Daraus geht hervor, dass die Zusatzrente bei Männern 7 % der Gesamtrente ausmacht, während dieser Anteil bei Frauen lediglich 3 % beträgt.

Entwicklung der Zusatzrentenlücke

Diese Lücke ist nicht neu. Wenn wir ihre Entwicklung über mehrere Jahre betrachten, sehen wir, dass sie nicht nur groß bleibt, sondern sogar zugenommen hat. Wie die untenstehende Grafik zeigt, ist die Lücke in der Zusatzrente von 44 % im Jahr 2019 auf 53 % im Jahr 2024 gestiegen. Dies weist auf anhaltende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern im Bereich der Zusatzrenten hin.

Den jährlichen Überblick über die Rentenlücke finden Sie hieray11.link.new_window. Alle weiteren Zahlen sind in der Rubrik ‚Gender & Pension‘ auf der Website PensionStat.beay11.link.new_window verfügbar.